Dorfentwicklung

Was ist Dorfentwicklung?

Die Dorfentwicklung in den Gemeinden  unterstützt örtliche Initiativen von Kommunen, Vereinen oder privaten Personen zum Erhalt der Lebensfähigkeit der Ortschaften sowie zur Anpassung an die aktuellen und kommenden Herausforderungen. Den dörflichen Kulturraum prägen neben den öffentlichen und privaten Gebäuden vor allem die Dorfgemeinschaft und die soziale sowie wirtschaftliche Infrastruktur. Hier setzt die Förderung des Landes Niedersachsen an.

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Die gemeinsame Bewältigung der Probleme im ländlichen Raum durch Kooperation steht dabei im Vordergrund: Etwas gemeinsam für die Dorfgemeinschaft schaffen, gemeinsam mit anderen Dörfern zum Erhalt der sozialen Infrastruktur beitragen oder neue Wege z.B. im Tourismus gehen.

Vom Land Niedersachsen werden Projekte der Dorfentwicklung finanziell gefördert, die die wirtschaftliche, öffentliche oder dörfliche Infrastruktur sichern oder neu entwickeln. Dies umfasst Investitionen in die Nahversorgung, in die Sicherung der Mobilität oder in soziale Einrichtungen ebenso wie in kleinere touristische Infrastrukturen.

Private Eigentümer von Gebäuden erhalten eine finanzielle Unterstützung, wenn sie z.B. Sanierungsmaßnahmen oder Umnutzungen alter landwirtschaftlicher oder ortsbildprägender Bausubstanz vornehmen.

Die Planungsphase:
Ziele setzen – Projekte entwickeln!

Was macht uns aus? Welche Ideen haben wir für die Zukunft? Wie können wir sie umsetzen? Das sind zentrale Fragen in der sog. Planungsphase. Hier werden die Grundlagen für die Projekte von Morgen gelegt.
Mit Unterstützung des Planungsbüros mensch und region  aus Hannover bearbeiten Interessierte aus allen Dörfern in Gruppen Ideen z.B. für

  • die Stärkung der Dorfgemeinschaften,
  • die Verbesserung der Nahversorgung,
  • die Verbesserung der Mobilität / die Verbesserung der Verkehrssicherheit,
  • die Schaffung von Arbeitsplätzen (z.B. im Tourismus),
  • die Gestaltung der Dörfer und die Sanierung der Gebäude,
  • die Verbesserung des Klimaschutzes.

Für die Dorfregion werden die Ergebnisse vom Planungsbüro mensch und region u im Dorfentwicklungsbericht bis Ende 2016 dargestellt. Er ist die Grundlage für die folgende „Förderphase“.

Wo und wie kann ich mich beteiligen?

In örtlichen Arbeitsgruppen werden Projekte und Maßnahmen besprochen, die vor allem eine Bedeutung das Dorf / für die Gemeinde haben. In überörtlichen Treffen (sog. Konferenzen) werden Themen und Projektideen besprochen, die für alle Gemeinden von Bedeutung sind.

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Die Ergebnisse fließen im überörtlichen Arbeitskreis zusammen, der aus Vertretern der Gemeinden besteht. Er koordiniert die Projekte und den Planungsprozess.

Die Förderphase:
Gemeinsam Projekte umsetzen

Nach Beschluss des Dorfentwicklungsberichtes durch die Gemeinderäte können die geplanten öffentlichen Projekte oder privaten Sanierungen durch das Land Niedersachsen finanziell gefördert werden.

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Förderung privater Maßnahmen

Private Eigentümer können für Maßnahmen an historischen, ortsbildprägenden* oder landwirtschaftlichen Gebäuden eine Förderung von bis zu 30 % erhalten:

  • Sanierung der äußeren Gebäudehülle (u.a. Dach, Fassade, Fenster, Türen)
  • Freiflächengestaltung mit Pflasterung, Einfriedung und Pflanzmaßnahmen

Die Förderphase wird aller Voraussicht nach von 2017 bis 2022 reichen. Geplante Vorhaben müssen zum Antragsstichtag 15. Februar des jeweiligen Jahres beim Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) beantragt werden.

Haben Sie Fragen oder breits Ideen zur Dorfentwicklung?
Möchten sie wissen, ob auch ihre Haupt- oder Nebengebäude förderfähig sind?

Sprechen Sie uns an oder schicken sie und eine Mail mit allen Kontaktdaten, damit wir sie erreichen können!

Die vorstehenden Informationen können Sie auch als Faltblatt herunterladen!


* Begriffsdefinition „historische, ortsbildprägende Gebäude“:
Eine genaue Definition gibt es hierfür nicht. Der wesentliche Charakter der Gebäude muss jedoch durch seine historische Bausubstanz (dies sind im in der Regel Gebäude , die vor 1945 erbaut wurden) geprägt sein. Bei den Gebäuden der 1950-60er Jahre ist eine Förderung nur bei klassischen Nebenerwerbsstellen mit ehemals ladwirtschaftlichen Bezug möglich, die ihren ursprünglichen Charakter bewahrt haben.

Ergänzende Info zu  privaten Fördermaßnahmen.

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